Wörter, die uns den Tag versalzen

von Kurt Haas

Aber-Glaube

Ja, aber….
ist der Kommunikationskiller Nr. 1. Alles, was vor dem „aber“ steht, ist eine Lüge!

Ärger:

Ich ärgere mich masslos….
Du sagst es ja schon: Du ärgerst dich! Jedoch wütend bist Du auf andere, und der Grund ist, dass Du dich ärgern willst.

Eigentlich

„Eigentlich möchte ich schon“. Und wirklich?

Entscheidung

Söll i — sölli nöd
Das Ende der Scheidung. Sobald Du dich entschieden hast, steht dir die volle Energie für das zur Verfügung, wofür Du dich entschieden hast. Du bist nicht mehr geschieden — nicht mehr hin- und hergerissen. Also: Immer eine FÜR – Entscheidung treffen!

Fehler

„Den Fehler hätte ich mir sparen können“
In der Erziehung, der Schule, dem Studium, im Beruf und in der Partnerschaft werden wir angehalten, fehlerfrei zu leben, zu funktionieren. Dabei sind es gerade die Fehler, welche uns die Möglichkeit geben, uns weiterzuentwickeln. Also: Nur mit Fehlern entwickeln wir uns weiter! Fördere diese Erkenntnis!

Mehr

„Ich will mehr“
Mit dem Wort „mehr“ drückst Du aus, dass Du mit dem nicht zufrieden bist, was Du gerade hast.

Müssen

„Ich muss noch schnell zur Post“
Musst Du wirklich? Wer zwingt dich denn dazu? Oder könnte es eventuell sein, dass Du möchtest — ist es wirklich ein Müssen, einen Brief mit netten Worten an einen lieben Menschen zu senden oder Lebensmittel einzukaufen, damit Du deinen Hunger stillen kannst?

Nicht

„Ich will nicht….“ Unser Unbewusstes kann Verneinungen nicht erkennen. Es kennt das Wort NICHT nicht. Was willst Du wirklich?

Übung:
Sage NICHT nicht!

Lies weiter und denke dabei NICHT an frisch gepressten Orangensaft … und schon gar NICHT an ORANGEN MIT LILA PUNKTEN!
Hast du eben an ORANGEN gedacht?
Dies zeigt die Auswirkung, die ein „NICHT!“ haben kann – es bewirkt, dass genau das GEGENTEIL dessen gedacht wird, was beabsichtigt war.
Das gleiche Prinzip gilt für negative Vorstellungen aller Art. Es ist weitaus wirkungsvoller zu sagen: „Es wird schon gutgehen“ als das übliche „Mach dir keine Sorgen“.
Richte dein Denken auf das, was Du  WILLST, nicht auf das, was Du NICHT willst. Formuliere einen „Ich-will“-Satz, der dich aktiv und kraftvoll macht.
„NICHT“ bringt es nicht!

Sicherheit

Die absolute Sicherheit gibt es nie. Und trotzdem kennen wir hunderttausend Gründe Angst zu haben, sie zu verlieren. Wie kann man etwas verlieren, das man gar nicht besitzen kann?

Versuchen

„Okay, ich versuche es“ Beim Versuch ist das Scheitern schon inbegriffen. Du spielst bereits mit dem Gedanken, dass es ja doch nicht möglich sein könnte.
Programmiere dich AUF ERFOLG!

STREICHE das Wort „VERSUCHEN“ aus deinem Vokabular!

Versuche das Zentrum dieser Zielscheibe zu berühren.

Sicher hast du das Zentrum der Zielscheibe berührt – doch dann hast Du es berührt, nicht versucht, es zu berühren. Jetzt VERSUCHE noch einmal, es zu berühren. Wenn Du es berührst, heisst das nur, dass Du nicht wirklich VERSUCHT HAST, es intensiv genug zu versuchen.
Normalerweise sind wir uns nicht bewusst, dass „versuchen“ einen Zustand des Nicht-Erreichens, des Misserfolgs bezeichnet. Häufig „versuchen“ wir etwas zu tun und wundern uns, dass wir es nicht fertigbringen. Wenn Du dieses Wort aus deinem Wortschatz verbannst, wirst du von einem, der etwas nur versucht, zu jemandem, der es wirklich tut.
Von nun an sagst Du: Ich tue es oder ich bin im Begriff, es zu tun. Deinem Gehirn wird dadurch die Botschaft vermittelt, dass Du tatkräftig bist und erfolgreich in dem, was Du anpackst.

Vertrauen

Wer zu einem anderen Menschen sagt „ Ich vertraue Dir“, traut, ohne es zu merken, entweder einzig und allein seinem eigenen Gefühl, sich an die richtige Person gewandt zu haben – also vertraut er sich selbst – oder er traut seinen eigenen Gefühlen nicht und wendet sich deshalb an die andere Person. Also vertraut er nicht dem anderen, sondern nur sich selbst nicht. Somit kannst Du jemand anderem nur so viel trauen, wie Du dir selber traust.
Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser, anstatt Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Zeit

„Ich habe keine Zeit“
Zeit = Existenz. Wenn Du also sagst, Du hast keine Zeit, dann existierst Du in diesem Moment gar nicht. Ausserdem kannst Du Zeit gar nicht haben (besitzen). Du kannst dir Zeit auch nicht nehmen. Du kannst dich bloss in der Zeit bewegen. Also: Ich schenke mir Zeit für dich oder: Darf ich mir einen kurzen Moment Ihrer kostbaren Zeit in Anspruch nehmen? Oder: Schenkst Du mir deine Zeit?

Verlassen

„Ich verlasse mich auf Dich“
Du verlässt dich also selbst — und wer soll denn nun, bitte schön, zu dir schauen, wenn Du nicht mehr zu Hause bist???? Wann immer Du dich auf andere verlässt, wendest Du dich von dir selbst ab. Du verlässt dich, um andere machen zu lassen.

Gegen

„Wir setzen uns ein gegen………….“
Sag lieber: „Wir setzen uns ein für…………….“

Kurt Haas

Kurt Haas

Umsetzer und Coach von Web-, Marketing-, Kommunikation- und Media-Projekten für KMU-Unternehmen, Kleinunternehmen und Einzelfirmen

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